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Geschichte der Zigarre

Zigarren

Als Christoph Columbus 1492 Kuba entdeckte, konnte er die Eingeborenen beobachten, wie sie einfache Tabakbündel rauchten. Er und seine Männer berichteten in der Heimat von der seltsamen Gewohnheit "Rauch zu trinken". Bis sich daraus die heute bekannten Zigarren entwickelten, brauchte es aber noch viel Zeit.

So entstanden erst Anfang des 18. Jahrhunderts in Spanien die ersten Manufakturen, welche die feinen Tabakstangen produzierten. Von der iberischen Halbinsel begann dann der Siegeszug der feinen Tabakprodukte, die heute Genießer auf der ganzen Welt erfreuen.

Nur wenn alle Faktoren passen, entsteht erstklassiger Tabak

Wie bei erstklassigem Wein, spielt auch beim Tabak der Boden, das Saatgut und das Zusammenspiel aus Temperatur und Niederschlag die wichtigste Rolle, für erstklassige Qualität. Nur wenn alle Komponenten perfekt sind, kann hervorragender Tabak gedeihen. Waren es anfangs ausschließlich Tabake aus Kuba, die für hochwertige Zigarren verwendet wurden, kamen später auch Tabake aus anderen Anbaugebieten hinzu.

Neben Kuba werden heute auch in der Dominikanischen Republik, in Honduras und in Nicaragua herausragende Tabake für Zigarren angebaut. Für viele Aficionados kommen aber nach wie vor die besten Tabakprodukte der Welt aus Kuba.

Zigarrenbestandteile

Hochwertige Zigarren bestehen in der Regel aus 5 Tabakblättern. Die ersten drei Tabakblätter werden zusammengefaltet und bilden die Einlage einer „Cigarre“. Sie bestimmen die Stärke und auch den Geschmack des Tabakprodukts. Um diese Einlageblätter wird dann ein Umblatt gerollt, damit werden diese zusammengehalten. Zum Schluss wird über den Wickel, also die Einlageblätter und das Umblatt, das Deckblatt gerollt, welches die beste Optik und die höchste Qualität besitzen.

Wie viel kostet eine gute Zigarre?

Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Jeder versteht unter „gut“ etwas anderes. Der eine meint eine günstige Zigarre, der andere eine komplexe Longfiller Zigarre. Vorneweg kann aber gesagt werden, daß eine gute Zigarre günstiger ist, als Sie vermutlich denken.

Doch jetzt erstmal eine Unterscheidung der verschiedenen Zigarrenklassen.

Was sind Longfiller Zigarren?

Diese Tabakprodukte werden in kompletter Handarbeit hergestellt und die Einlage besteht aus ganzen Tabakblättern. Durch die Verwendung von ganzen Blättern, ist der Rauchverlauf sehr homogen und bereitet den größten Rauchgenuss. Longfiller gelten als die Königsklasse der Tabakstängel. Die günstigsten Vertreter dieser Gattung beginnen bei ca. 3 Euro.

Was sind Medium Filler Zigarren?

Bei dieser Zigarrengattung werden die Tabakabschnitte aus der Longfiller Produktion für die Einlage verwendet. Die Herstellung erfolgt hier meist auch komplett per Hand. Durch den Einsatz der Abschnitte, ist der Rauchverlauf nicht so gleichmäßig und die Rauchdauer ist auch etwas reduzierter.

Um Kosten zu sparen, werden Medium-Filler in der Regel auch nur in einer Verpackung aus Zellophan und mit sehr einfachen Bauchbinden geliefert. Vertreter dieser Gattung kann man bereits ab 2 Euro kaufen.

Was sind Shortfiller Zigarren?

Shortfiller Zigarren werden maschinell gefertigt und die Einlage setzt sich ausschließlich aus sehr klein geschnittenen Tabakblättern zusammen. Großer Vorteil dieser Kategorie ist der Preis, die günstigsten Modelle gibt es schon ab ca. 70 Cent das Stück.

Was ist eine gute Zigarre?

Wie gesagt, jeder hat seine eigenen Vorstellungen, aber hier nun unsere Definition einer guten Zigarre, die sich aufgrund unserer Erfahrung und des Feedbacks unserer Kunden über viele Jahre gebildet hat.

Eine gute Zigarre:

  • hat in der Einlage ganze Tabakblätter (Longfiller)
  • hat ein feinadriges, optisch einwandfreies und fest aufgerolltes Deckblatt
  • hat einen angenehmen Zugwiderstand
  • brennt gleichmäßig ab
  • zeigt keine Fehlaromen
  • ist weder bitter, scharf noch kratzig

Tabakstangen, welche diese Kriterien erfüllen, beginnen ab 5 Euro das Stück.

 

Zigarrenformate und Formen

Die Zigarrenform, also quasi die Silhouette oder der Umriss, beschreibt die Kontur des Körpers. Das jeweilige Format wird durch Dicke und Länge definiert. Beginnen wir aber zuerst mit der Unterscheidung der drei Zigarrenformen.

Zigarrenform: Parejo

Die Parejo Form, also die gerade Form, ist der Standard beim „braunen Gold“. Ist eine Zigarre so geformt, ist weder der Kopf noch der Fuss spitz zulaufend. Ca. 90% der Zigarren haben diese Form (s. Abbildung).
Parejo Zigarrenform

Zigarrenform: Figurado

Die sog. Figurados sind Zigarren, deren Mundstück spitz zuläuft. Klassische Formate wären Belicosos bzw. Piramid Formate.
Figurado Zigarrenform

Zigarrenform: Doppel-Figurado

Bei den Doppel-Figurados verjüngen sich sowohl der Kopf, als auch der Fuß der Zigarre. Hier spricht man korrekterweise von einem Torpedo Format, wobei diese Bezeichnung mittlerweile auch für Piramid Formate Verwendung findet.
Doppel-Figurado Zigarrenform

Wie raucht man eine Zigarre richtig?

Nach dem Anschneiden und Anzünden der Zigarre beginnt für die meisten der entspannende Teil, das Rauchen. Nehmen Sie dazu den Kopf der Zigarre in den Mund und ziehen Sie daran. Bitte nur paffen, nicht inhalieren! Behalten Sie den Rauch für ca. 2-4 Sekunden im Mund. Überlegen Sie was Sie schmecken und blasen Sie dann den Rauch komplett aus.

Das können Sie noch bis zu 2 Mal wiederholen. Geben Sie dann der Zigarre 2-3 Minuten Ruhe, damit sie sich die Glut wieder abkühlen kann, andernfalls wird sie zu heiß und der Geschmack wird scharf oder bitter. Rauchen Sie generell Ihre Zigarre nur so lange, wie sie Ihnen schmeckt. Bei vielen Zigarrenrauchern ist dieser Punkt beim letzten Drittel erreicht, aber das ist von Ihnen und dem Rauchexemplar abhängig.

Wenn Sie fertig sind, legen Sie die Tabakstange einfach in den Aschenbecher. Zigarren gehen meist innerhalb von 5 Minuten von selbst aus, wenn man nicht mehr daran zieht. Kleiner Tipp zum Schluss, bitte nie die Zigarre ausdrücken!

Perfekte Zigarren für Anfänger

Milde Zigarren sind die erste Wahl, wenn Sie in die Welt der Zigarren einsteigen wollen. Die Zigarre sollte außerdem nicht zu lange sein und eher etwas dicker. Zigarren mit einem größeren Durchmesser haben einen kleineren Zugwiderstand und zum anderen bleibt die Glut und damit auch der Rauch. kühler. Je kühler der Rauch, umso besser das Aroma.

Anfängern empfehlen wir deshalb ein Robusto Format. Das Format ist zwischen 12,4 cm - 12,7 cm lang und 19,84 mm dick. Die Rauchdauer beträgt ca. 45 Minuten. Wenn eine kürzere Rauchdauer gewünscht ist, sind auch Short Robustos eine gute Wahl. Diese sind genauso dick wie eine Robusto, allerdings nur noch 10,2 cm lang, was die Rauchzeit auf ca. 30 Minuten verkürzt.

Wo die Zigarre herkommt ist grundsätzlich egal, da es in allen Anbauländern milde Vertreter gibt. Die Dominikanische Republik ist ein Land, das eine sehr große Auswahl an leichten Zigarren bietet. Aber auch Kuba, Nicaragua und Honduras haben eine breite Vielfalt an leichten Tabakwaren.

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